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Alles rund ums Obst.

Wir kennen die alten Hausmittel von Oma: Heiße Zitrone gegen Erkältung oder die gute alte Orangenschale als Backzutat. Doch es ist erstaunlich, was sonst noch alles im Obst steckt. Hier einige Beispiele.

Die Zitrone unsere Vitamin-C Bombe

Geschichte: Ursprünglich stammt die Zitrone aus China, von wo sie vor ca.1000 Jahren zu uns nach Europa kam. Heute ist das Hauptanbaugebiet Mexico. In Europa wird Sie vorwiegend in Spanien oder Süditalien angebaut.

Inhaltsstoffe und Verwendung: Wir kennen die Zitrone als Vitamin-C-Bombe. 100g enthalten im Durchschnitt 51mg Vitamin C und decken somit 71% des Tagesbedarfs eines Erwachsenen. Am beliebtesten bei uns in Deutschland ist die heiße Zitrone.
Zur Adventszeit verwenden wir gerne die geriebene Zitronenschale als Backzutat. Doch wussten Sie schon, dass ein Teeaufguss aus der Zitronenschale die Verdauungsorgane anregt und sogar gegen Sodbrennen helfen kann? Das ätherische Öl der Zitrone wirkt auf uns erfrischend und gleichzeitig beruhigend.

Dank ihrer Säure besitzt die Zitrone eine starke Reinigungs- und Desinfektionskraft und wird gerne als Entkalkungsmittel für Kaffeemaschinen verwendet. Auch die Blüte der Zitrone ist sehr beliebt und ergibt einen wunderbar aromatischen Honig, der vor allem in den südeuropäischen Ländern gerne genossen wird.


Die Orange der Alleskönner

Geschichte: Die Orange ist eine Kreuzung aus Pampelmuse und Mandarine. Sie stammt ursprünglich aus Südostasien und China. Aus der gleichen Fruchtkreuzung entstand auch die Bitterorange, welche vorwiegend zur Marmeladenherstellung verwendet wird. Die Bitterorange wurde bereits im 11. Jhd. in Italien angebaut, die heutige "süße" Orange erst im 15. Jhd. – und zwar vorwiegend in Portugal. Bis heute ist die Orange die meistangebaute Zitrusfrucht.

Inhaltsstoffe und Verwendung: Die Orange besteht bis zu 80% aus Wasser. Daher ist sie sehr gut geeignet, um Saft zu pressen. Wichtiger Inhaltsstoff der Orange ist das Vitamin C. Eine einzige reife Orange deckt den Tagesbedarf an Vitamin C eines durchschnittlichen Erwachsenen bis zu 75 %. Die beliebteste Art, Orangen zu uns zu nehmen, ist der Orangensaft. Jedoch sollte man hierbei beachten, dass sich die Vitamine in gepresster Form schnell verflüchtigen. Also sollte man den Orangensaft so schnell wie möglich trinken. Entfernen Sie auch die weiße Haut zwischen Schale und Frucht? Das sollten Sie nicht tun, denn genau in dieser Haut befinden sich die meisten Ballaststoffe.
Auch während der Backzeit findet die Orange bei uns in Form von Orangenschalen, Orangeat oder Orangenöl Ihren Platz. Die Hersteller von Reinigungsmitteln haben ebenso die reinigende Kraft des Orangenöls entdeckt. Richtig aufbereitet ist es ein Allround-Talent. Es entfernt mühelos Fett und ölige Rückstände und kann auch als Fleckengel auf schmutzige Wäsche aufgetragen werden.

Bio-Wissen

Orangen eignen sich hervorragend zur Raumbeduftung. Einfach Orangen in Scheiben schneiden und auf den Heizkörper oder Ofen legen (möglichst nicht direkt auf den Ofen). Die ätherischen Öle verdampfen und es entsteht ein angenehmer Duft. Wussten Sie übrigens, dass man nur aus Zitrusfrüchten Marmelade machen kann? Alles andere muss sich Fruchtaufstrich nennen. Entschieden wurde dies 1982 durch die Konfitürenverordnung. Da sich in England die typische Bitter-Orangenmarmelade "Marmelade" nennt, entschloss sich die EU, nur noch Aufstriche aus Zitrusfrüchten als Marmelade zu bezeichnen.


Ingwer, die Wunderknolle

Geschichte: Der Ingwer stammt ursprünglich aus dem asiatischen Raum. Er wurde dort schon vor ca 3000 Jahren als Medizin verwendet. Die Entdecker und Seefahrer brachten ihn dann in die ganze Welt. Als es im Mittelalter wenig Pfeffer gab, wurde Ingwer – dank seines würzigen Geschmacks – als Pfefferersatz eingesetzt. Heute findet der Ingwer bereits in vielen Speisen und auch Getränken seinen Platz.

Inhaltsstoffe und Verwendung: Der Ingwer ist reich an ätherischen Ölen. Sein scharfer Geschmack ist auf die sogenannten Gingerole zurückzuführen. Diese Gingerole sind hauptverantwortlich für die heilsame Wirkung des Ingwers. Sie wirken schmerzhemmend und regen die Verdauung an. Somit verhindern sie das Risiko von Blähungen, Übelkeit und Krämpfen im Magenbereich. Da sich die Gingerole beim Kochen nur gering verflüchtigen, regen Sie auch im Essen die Verdauung sehr gut an. Sie fördern die Speichel- und Schweißproduktion. Wir kennen die alten Hausmittel von Oma: Heiße Zitrone gegen Erkältung oder die gute alte Orangenschale als Backzutat. Doch es ist erstaunlich, was sonst noch alles im Obst steckt. Hier einige Beispiele. Die Orange, der Alleskönner Ingwer, die Wunderknolle Auch während der Backzeit findet die Orange bei uns in Form von Orangenschalen, Orangeat oder Orangenöl Ihren Platz. Die Hersteller von Reinigungsmitteln haben ebenso die reinigende Kraft des Orangenöls entdeckt. Richtig aufbereitet ist es ein Allround-Talent. Es entfernt mühelos Fett und ölige Rückstände und kann auch als Fleckengel auf schmutzige Wäsche aufgetragen werden. Ingwer ist sehr appetitanregend und fördert die Bildung von Verdauungssäften. Ingwer wirkt sich positiv auf die Gallensaftproduktion aus und erleichtert somit die Fettverdauung. Im Allgemeinen wirkt Ingwer sehr krampflösend.

BIO-Wissen
Orangen eignen sich hervorragend zur Raumbeduftung. Einfach Orangen in Scheiben schneiden und auf den Heizkörper oder Ofen legen (möglichst nicht direkt auf den Ofen). Die ätherischen Öle verdampfen und es entsteht ein angenehmer Duft. Wussten Sie übrigens, dass man nur aus Zitrusfrüchten Marmelade machen kann? Alles andere muss sich Fruchtaufstrich nennen. Entschieden wurde dies 1982 durch die Konfitürenverordnung. Da sich in England die typische Bitter-Orangenmarmelade "Marmelade" nennt, entschloss sich die EU, nur noch Aufstriche aus Zitrusfrüchten als Marmelade zu bezeichnen. Schwangere sollten Ingwer vermeiden. Kinder unter 6 Jahren sollten keinen puren Ingwer zu sich nehmen. Wenn Ingwer über lägere Zeit in hohen Dosen regelmäßig angewendet wird, kann er die Wirkung von blutgerinnenden Medikamenten verstärken. Diabetiker und Menschen, die blutgerinnende Mittel einnehmen, sollten vor der Anwendung mit ihrem Arzt Rücksprache halten.


Der Apfel, die Kraft liegt in der Schale

Geschichte: Ob der Ursprung des Apfels in Kasachstan oder in Asien liegt, ist umstritten. Fakt ist, die "Paradiesfrucht" kam im 6. Jhd. nach Europa. Seit dem 16. Jhd. wurde der Apfelanbau wirtschaftlich relevant.

Inhaltsstoffe und Verwendung: Wir lieben unseren Apfel. Er steckt voller wichtiger Mineralien und Säuren, wie z.B. Folsäure und Vitamin C. Was wir jedoch immer wieder vergessen: 70% der Vitamine liegen in der Apfelschale verborgen. Wer also seinen Apfel vor dem Verzehr schält, entfernt den Hauptteil der Vitamine. Ob man dagegen die Apfelkerne mitessen soll, darüber streiten sich die Gelehrten noch. Die Apfelkerne enthalten große Mengen an Vitamin B 17, das krebshemmend wirken soll. Ebenso soll die in den Kernen enthaltene Apfelkernsäure gut zur Straffung der Haut sein. Einzige Kritik: in den Kernen ist eine geringe Menge an Blausäure enthalten. Die in den Äpfel enthaltenen Flavonoide und Carotinoide haben eine antioxidantische Wirkung auf unseren Körper. Das enthaltene Pektin ist sehr gut zur Senkung des Cholesterinwertes. Durch sein ausgewogenes Verhältnis von Fruchtsäuren und Ballaststoffen hat der Apfel einen reinigenden Effekt für unsere Zähne. Ein Der Apfel, die Kraft liegt in der Schale mit Schale geriebener Apfel ist ein altes Hausmittel gegen Durchfall. Und wer an einer Halsentzündung leidet, sollte ein Glas heißes Wasser mit 1 Löffel Apfelessig und 1 Löffel Honig schluckweise zu sich nehmen. Ein Tee, zubereitet aus einem mit Schale geriebenen Apfel und einem Liter Wasser, hilft gegen Nervosität.

BIO-Wissen
Wussten sie schon, dass der Apfel ein natürliches Reifegas, das Ethylen, ausstößt? Je reifer der Apfel, umso mehr. Daher sollte man auch keine Äpfel neben reifen Bananen lagern. Diese reifen durch das Ethylen sehr schnell nach.
Tipp: Bei grünen Bananen einen Apfel zugeben, abdecken und in die Wärme stellen.